Ausstellung „Brandspuren“ in Berlin eröffnet

02. 01. 2020

Zahlreiche internationale Filmplakate aus den ersten 40 Jahren der Filmgeschichte wurden 1986 in einem Salzbergwerk in Grasleben gefunden, wo das Reichsfilmarchiv der Nationalsozialisten seit dem Krieg lagerte. Gezeigt werden erstmals rund zwei Dutzend der aufwendig restaurierten Stücke und erzählen ihre Geschichte.

 

Die Grubenlampe von Grasleben – kippte sie tatsächlich im Juni 1945 um und war Auslöser für die Zerstörung unzähliger Filmmaterialien? Ausgerechnet in einem Salzstock, wo sie mit anderen Kulturgütern vor den Kriegsfolgen geschützt werden sollten? Oder hatten amerikanische Agenten und Sonderkommandos das Lager schon zwei Monate vorher geräumt und wollten mit dem Feuer ihre Spuren verwischen? Diese Fragen werden sich vermutlich nie beantworten lassen. Was bleibt, sind die historischen Filmplakate, denen die Spuren der Zeit buchstäblich eingebrannt sind. Sie befinden sich mittlerweile in Obhut der Deutschen Kinemathek, während weiteres Material, Unterlagen und Gegenstände noch immer in den Tiefen des Salzbergwerks schlummern.

 

Wieso und auf welchen Wegen ist das Filmarchiv in den letzten Kriegsmonaten 1944/45 dorthin gekommen und was geschah dort nach Kriegsende? Davon erzählt diese Ausstellung und auch vom Thema Kulturschutz und den mühevollen Anstrengungen, historische Überlieferungen vor dem Vergessen zu bewahren.

 

Weiteres unter

www.deutsche-kinemathek.de/

 

Deutsche Kinemathek

Museum für Film und Fernsehen

Filmhaus am Potsdamer Platz

Potsdamer Straße 2, 10785 Berlin

 

Foto: Vorschaubild zur Meldung: Ausstellung „Brandspuren“ in Berlin eröffnet